Ab Mittwoch hat die Versorgung und Betreuung Krebskranker und ihrer Angehöriger in Düsseldorf eine neue Qualität: Die Krebsberatungsstelle Düsseldorf ist fertig. Gestern präsentierte sich die neue Einrichtung mit ihren Mitarbeitern in einer kleinen Feierstunde. Zu Gast waren vor allem viele von denen, die dieses Angebot erst möglich gemacht haben.
Auf jeden Fall ist die Beratungsstelle ein herausragendes Beispiel privaten Engagements: Es war die Bürgerstiftung, die vor rund zwei Jahren erstmals begonnen hatte, für dieses Projekt zu werben und der Betrieb der Beratungsstelle ist für die nächsten drei Jahre gesichert
ein Bewusstsein zu schaffen. Und vor allem: Geld zu sammeln. Denn man wollte auf keinen Fall an den Start gehen, ohne zu wissen, dass man auch durchhalten kann.
Also war Suzanne Oetker-von Franquet und Sabine Tüllmann (beide im Vorstand der Bürgerstiftung) der Stolz deutlich anzusehen, als sie verkündeten, der Unterhalt der Beratungsstelle sei für drei Jahre gesichert, 300 000 Euro seien zusammengetragen worden. Die Liste der Sponsoren und Spender ist lang, stellvertretend seien genannt die UBS-Bank, für die Düsseldorf-Chef Uwe Adamla zu Gast war. Außerdem halfen u.a. Christian Feldbinder (Volksbank Düsseldorf - Neuss) und der Zahnarzt Gernot Mörig. Insolvenzberater Wolfgang van Betteray (ebenfalls Bürgerstiftung) kümmerte sich gemeinsam mit seiner Frau Christel um die Renovierung der Räume, die Krebsgesellschaft NRW wurde mit ins Boot geholt und deren Vorsitzender, Professor Hans Georg Bender (Ex-Chef der Uniklinik-Gynäkologie), und die Geschäftsführerin Margret Schrader, betonen, welche Bedeutung es für die Kranken hat, auch psychologische Hilfe zu finden.
Die wird künftig in der Beratungsstelle z.B. die Sozialpädagogin Sabine Deiss leisten, die gestern das Konzept darstellte. Dank der Hilfe durch die Bürgerstiftung ist das Angebot für die Betroffenen gratis und völlig unabhängig von Kliniken, Kassen oder anderen Einrichtungen. Man will die Menschen - direkt oder indirekt betroffen - an die Hand nehmen, ihnen helfen, mit der Diagnose Krebs umzugehen, ihnen Wege zeigen, die immer als lebensgefährlich empfundene Situation zu meistern. Zudem berät man zu sozialrechtlichen Leistungen und Therapien, hilft mit Kontakten zu anderen Hilfsgruppen und bietet Orientierung im Gesundheitssystem. Zum Team gehören noch Cornelia Stoffels und die Familienbetreuerin Sybille Höwer.